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ichbinok1“Ich bin O.K.”, das heißt es seit über 45 Jahren, wenn es um inklusiven Tanz geht – in Wien und weit darüber hinaus. Und beinahe ebenso lange gibt es die sorgfältig gestalteten Jahresproduktionen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung, Lernende und Lehrende am Ich bin O.K. Studio, auftreten. Und hier schafft es das künstlerische Team um Atilla und Hana Zanin immer wieder zu überraschen. Diesmal inspirierten und informierten Werke der bildenen Kunst die Choreografien der unterschiedlichen Tanzgruppen.

Also verließen die Tänzer*innen das Tanzstudio und gingen ins Museum: quasi zum Nachbarn im Hanuschhof, in die Heidi Horten Collection, aber auch ins Belvedere, in die Albertina Modern, in das Theatermuseum und die Galerie Westlicht. Unter der Regie von Hana Zanin entstand aus diesen Besuchen ein bunter Abend mit 10 Szenen unter dem Titel “Aus dem Rahmen tanzen”. ichbinok2

Hier ging es nicht um die Blockbuster, sondern es sind weniger bekannte Werke, die den Tanz initiierten. Auf einer die Bühnen-Rückwand füllende Projektionsleinwand werden die Gemälde projiziert und animiert und fügen sich als bewegte Landschaften in den Tanz ein (Videokunst / Animation: Alexander Peschka alias Vijay Sikanda). Jede Gruppe findet ihr Motiv für die korrespondierende Choreografie in unterschiedlichen Stilen von Modern Dance bis Ballroom. Zum Beispiel die Bühnentanzgruppe, deren Tanz mit Disco-Kugeln von John M. Armledners  “Global Domes XII” aus der Horten Collection inspiriert waren. Oder “Ocean” zu “Rote Abendsonne” von Emil Nolde mit einer Hip-Hop Gruppe. 

ichbinok4Besonders beeindruckend bewegte sich etwa die Installation “Der Fluss” von Basil Kincaid (Albertina Modern) mit der Kindertanzklasse. Oder “Wetter” mit Kindern und Eltern. Mit ihren bezaubernden und mitunter eigenwilligen Persönlichkeiten eroberten die Kids freilich die Herzen im Sturm. Alle Szenen bestechen durch die behutsame choreografische Einstudierung, die Kostüme und vor allem durch den vorbehaltlosen Einsatz und die überbordende Freude der Tänzer*innen. Sie werden gesehen und sie wollen gesehen werden!

Eine weitere Hip-Hop-Klasse heizte bei ihrem Tanz zu Eurythimcs “Sweet Dreams” das Publikum so richtig an, bevor alle Mitwirkenden noch einmal zum Finale den verdienten Applaus engegennahmen, mit dem sich das Publikum für 90 berührende und unterhaltsame Minuten bedankte. ichbinok3

Nicht alle Tänzer*innen fanden auf die Bühne des Akzenttheaters Platz, einige von ihnen nahmen daher den Applaus im Zuschauerraum in Empfang. Doch in dieser ersten Besetzung waren lange nicht alle, die beim Verein Ich bin O.K tanzen, zu sehen. Daher wird das Programm im April mit einer zweiten Besetzung und einem leicht veränderten Programm gezeigt.

Ich bin O.K.: “Aus dem Rahmen tanzen” am 16. März im Theater Akzent. Weiter Vorstellungen am 1., 2. und 6. April. 

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