"LOVETRAIN 2020", Emanuel Gat © Julia Gat

Herren-Ensemble in Jerome Robbins "Glass Pieces". Archivfoto: © Wiener Staatsballett/Dimo Dimov

beim Bayerischen Staatballett

Katja Lotter

Rosalia Chladek probt mit Ismael Ivo „Narcissus“ (1990) © Josef Dürport

„Agon“ (Ch: Yvonne Georgi, M: Igor Strawinski), Wiener Staatsopernballett 1959, Foto: Serge Lido. In: Serge Lido, „Ballet 9“, Art et Industrie, Paris 1959.

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03 DanceHistoryTourIn die Münchner Biennale für zeitgenössischen Tanz kann man in diesem besonderen Jahr komplett digital eintauchen. Grenzüberschreitend – noch bis zum 16. Mai. Sogar den Klassiker des Festivals, die „Dance History Tour“ zu Ereignissen und Orten der Münchner Tanzgeschichte kann man diesmal bequem vom heimischen Sofa aus absolvieren (ab 11. Mai, Video in demand). Sie wurde kurzfristig um auf Film übertragene Auftritte von Tänzerinnen und Tänzern des Bayerischen Junior Ballett und der Münchner Elizabeth Duncan-Schule erweitert. 

TheConcert iconAm 19. Mai öffnen die Theater wieder! Und bereits am 2. Abend nach Lockdown-Ende ist das Wiener Staatsballett auf der Bühne der Wiener Staatsoper zu erleben. Der Vierteiler „Suite of Dances“ steht sieben Mal auf dem Programm, bevor die Spielzeit am 26. Juni mit der Premiere „Tänze Bilder Symphonien“ endet. Als Ausblick auf die nächste Saison wurden bereits zwei neue Erste SolistInnen vorgestellt: Hyo-Jung Kang und Alexey Popov.

Schnaufen 150Sie haben das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten gemacht: Das Mezzanin Theater und die TanzCompanyELLA. Schon damals, als die tanzaffine Schauspielerin und Regisseurin Hanni Westphal und die jungen Tänzerinnen beschlossen, eine Zusammenarbeit zu wagen. Und dann, als sie im Frühjahr 2020 das zeitimmanente Thema der Einsamkeit von Menschen in den Mittelpunkt ihres Projektes stellten.

Brexner iconEdeltraud Brexner, die letzte Trägerin des Titels „Primaballerina“ an der Wiener Staatsoper, ist am 29. April 2021 in ihrem 94. Lebensjahr in Perchtoldsdorf gestorben. Viereinhalb Jahrzehnte war sie aktiv mit der Wiener Staatsoper verbunden, weitere vier Jahrzehnte zählte sie zu den Ehrenmitgliedern des Hauses. 1960 – zum 150. Geburtstag der großen Tänzerin Fanny Elßler – wurde ihr durch die Verleihung des von Riki Raab gestifteten „Fanny-Elßler-Ringes“ eine besondere ballettspezifische Auszeichnung zuteil.

PB2 SchneesturmMitreißende Turbulenzen. Bloß nicht die Schneekugel schütteln! Es ist ein scheinbar harmloses Requisit, das Choreograf Andrey Kaydanovskiy (als Halbsolist beim Wiener Staataballett engagiert) zum tückischen Begleiter in Marjas Leben macht. Darin steht ein kleines, fensterloses Holzhaus – die Miniatur dessen, was sich als mobile Kulissenwand und in gestaffelten Umrissen in Groß auch im Bühnenbild Karoline Hogls wiederfindet. Symbolkräftig für ein Spiel gegen die Fügungen des Schicksals, bei dem die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt allzu leicht verschwimmen.

Ivo BrockeDer Tänzer und Choreograf Ismael Ivo ist am 8. April 2021 in seiner Heimatstadt São Paulo im Alter von 66 Jahren an einer Corona-infektion gestorben. Als Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Impulstanz-Festivals hat er seit den 1980er Jahren die Entwicklung der zeitgenössischen Tanzszene in Wien maßgeblich beeinflusst.

TAnzinitiativeWie geht es den TänzerInnen, ChoreografInnen und Lehrenden der freien Szene in Österreich? Was verändern die Corona-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung beschlossenen Maßnahmen an deren finanzieller und künstlerischer Situation? Eine im 1. Quartal 2021 durchgeführte Online-Befragung fördert objektive Fakten und subjektive Wahrnehmungs-, Gefühls- und Stimmungs-Lagen ans Licht.

02 IgorIn dem Zeitraum von fünfzig Jahren, der seit dem Tod von Igor Strawinski (6. April 1971 in New York) verstrichen ist, intensivierten sich die Beziehungen zwischen dem Komponisten und jenen kulturellen Sphären – Russland, Frankreich, Amerika –, in denen er lebte. Anders verhält es sich mit Mitteleuropa. Zu Lebzeiten an seinen Balletten interessiert, geriet Strawinski hier auch deswegen etwas aus dem Fokus, weil man ein herausragendes Qualitätsmerkmal seiner Musik nicht zu würdigen weiß: die Gabe, einen (TänzerInnen-)Körper in „psychische und physische Aufnahmebereitschaft“ zu versetzen.