Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper: "Jamie", Ch: Martin Schläpfer,
Tänzer*innen: Marie Reinprecht, Nicola Rizzo, Francesco Scandroglio, Matteo Rondinelli © Ashely Taylor.jpg

Premiere beim Wiener Staatsballett

Wiener Staatsballett: "Concerto", Ch: Lucinda Childs, © Ashley Taylor

"Rotkäppchen" und "Der Wolf

"Der Wolf", Ch: Morgann Runacre-Temple, Kirsty Clarke als Rotkäppchen © Ian Whalen

Stephen Spielbergs "West Side Story" © 20th Century Studios

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Schlaepfer1Zwei Jahre lang mussten die Schüler*innen der Ballettakademie auf ihren Auftritt an der Wiener Staatsoper verzichten. Nun durften sie endlich auf die große Bühne. Die Defizite, die durch das „Lock, Stop, Go“-Regime der letzten Jahre, nicht nur, aber besonders Kinder und Jugendlichen erlitten, thematisierte Ballettchef Marin Schläpfer in seiner Eröffnungsrede. Darin ging es allerdings auch grundsätzlich um das Tanzstudium und weitreichende gesellschaftspolitische Zusammenhänge wie Demokratie und soziale Verantwortung.

Childs ConcertoAls Lucinda Childs vor über zehn Jahren mit der Neueinstudierung ihres bahnbrechenden Stückes „Dance“ im Wiener Tanzquartier gastierte, habe ich mir gewünscht, ein Werk dieser  bedeutenden Choreografin der Postmoderne beim Wiener Staatsballett zu sehen. Et voilà: „Concerto“ zur Musik von Henryk Mikołaj Górecki war eine ideale Wahl für das Haus am Ring.

Onegin Polakova3Seit dem fulminanten Erfolg während eines Gastspiels des Stuttgarter Balletts an der Metropolitan Opera in New York 1969 zählt John Crankos meisterliches Werk „Onegin“ zu den beliebtesten Handlungsballetten weltweit. Die Rollen des „Onegin“ und der „Tatjana“ sind begehrt, weil man in dieser komplexen und vielschichtigen Choreographie sein Können beweisen kann. Zum Abschied nach sechzehn Jahren im Ensemble des Wiener Staatsballetts wünschte sich die Erste Solistin Nina Poláková, noch einmal die „Tatjana“ zu tanzen. An ihrer Seite unterstützte sie ihr routinierte Kollege Eno Peci als Onegin. Schön war das.

8 BarcodeSie zählen zur Spitzenklasse derer, die sich dem Cirque Nouveau verschrieben haben: die vier Künstler*innen der in Kanada beheimateten Barcode Circus Company. Eine erste Zusammenarbeit zu dritt begann 2011, internationale Auftritte und bald auch der Zusammenschluss mit einer vierten außergewöhnlichen Künstlerin folgten - genauso wie höchste Auszeichnungen. 

Onegin Tat Lenski OlgaDie Geschichten sind uns im Tanz ausgegangen. Die kleine Zahl der Choreograf*innen, die sich im letzten Jahrhundert noch daran gemacht haben, neue Themen für ihre Ballette aufzunehmen, ist mittlerweile weiter geschrumpft. Die Eilfertigkeit, mit der Tanzschöpfer*innen heute ihren Abstand vom Storytelling betonen, erweckt mitunter den Eindruck, dass es im 21. Jahrhunderts nahezu ehrenrührig sei, einem Narrativ zu folgen. Die Wiederaufnahme von „Onegin“ von John Cranko, einem der letzten großen Erzähler durch den Tanz, mit dem Wiener Staatsballett beweist das Gegenteil und legt gleichzeitig den damit verbundenen Zeitgeist frei.

Feste1Nicht immer und überall bedarf es der Worte. Es bedarf dann aber ausgeprägt anderer Fähigkeiten, um dennoch Unterhaltsames, Nachdenkliches, Humorvolles oder Feinsinniges zu kommunizieren. Die Berliner Familie Flöz verfügt über solche, um Derartiges so überzeugend zu vermitteln, dass sie nicht nur immer wieder künstlerische Gäste bei La Strada sind, sondern auch regelmäßig für volle Häuser in Graz sorgen.  

Mandl3 ButohNun habe ich, ach, schon drei Wochenenden mit meiner Rosalia-Chladek-Tanzausbildung zugebracht. Zwei davon im Keller. „?“ Ja, dort steht nebst dem onlinefunkenden Laptop unser häusliches Sport- und Tanzstudio zwischen der Buchhaltung vergangener Jahre und dem Hundefutter. Fürs Balletttraining eine fahrbare Kleiderstange sowie der Hundefrisiergalgen als Barre, sowie eine Bauhausplane – der Harlequintanzboden für Tänzer in Rente.

Rotkaeppchen1Dem Märchen im Bühnentanz mehr Raum zu geben, betrachtet Beate Vollack, Ballettdirektorin im Grazer Opernhaus, nicht nur als Notwendigkeit, sondern ist ihr auch so sehr ein Anliegen, dass sie eine Umsetzung in Form von zwei derartigen Premieren an den Beginn der diesjährigen Tanz-Saison setzt: Zwei Premieren rund um ein Thema, kreiert von zwei Choreografen für zweierlei Publikumsgruppen.

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