Die Briefe, die der französische Tänzer, Choreograf, Ballettmeister, Geigenvirtuose und Komponist Arthur Saint-Léon in den späten 1860er-Jahren aus Moskau und St. Petersburg an seinen Freund Charles Nuitter in Paris richtete, waren in jedem Fall mit liebevollen Worten unterschrieben. Immer gehetzt, immer krank, immer frierend, zuweilen bei Ludwig Minkus wohnend und für die russischen Ensembles choreografierend, arbeitete er zusätzlich noch an „Coppélia“, das 1870 an der Opéra herauskommen sollte. Der Adressat, Nuitter, Archivist der Opéra, formte Saint-Léons Gedanken dann zu einem Libretto und gab sie an den Komponisten Léo Delibes weiter. Die Anstrengung war zielführend, das Ballett erlebte im Mai 1870 seine Uraufführung.
Arthur Saint-Léon probt „Néméa“, Paris 1864, in: Ivor Guest, „The Ballet of the Second Empire“, 1974.









