Die nächste Premiere des Wiener Staatsballetts (28. März 2026) vereint drei herausragend choreografisch Schöpfende nicht nur des angloamerikanischen Raums: Die Ikone der Postmoderne, die Amerikanerin Twyla Tharp, deren frech-nonchalanter jazziger Bewegungsstil sich auch in großen Häusern etablieren konnte. In diesen ist ihr junger Landsmann Justin Peck vorwiegend klassisch zu Hause. Im Londoner Covent Garden arbeitet der Engländer Wayne McGregor, seine Ballette werden als „truly of the twentyfirst century“ (Alastair Macaulay) gefeiert. Der Fokus der folgenden Ausführungen soll jedoch auf jenem Künstler liegen, der für die Dekoration von McGregors Stück „Yugen“ verantwortlich ist: Edmund de Waal.
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„Doch erlebt man 2026 wohl ein Minkus-Jahr?“ So fragte der Autor dieses Artikels 2014 in einem Plakattext des Wiener Staatsballetts zur von ihm angeregten und kuratierten Ausstellung LUDWIG MINKUS. Wiener, Weltstar, Don Quixote, die als erste und zugleich einzige dem Ballett gewidmete vom 19. März 2014 bis zu dessen endgültigen Schließung im Staatsopernmuseum zu sehen war. Leider wurde die gleich im Anschluss im selben Text getroffene damalige Einschätzung „Die Antwort ist ernüchternd“ nicht enttäuscht: Ein Minkus-Jahr sucht man nicht nur in seiner Heimatstadt Wien ebenso vergeblich, wie international deutlich sichtbare Feiern zum 200. Geburtstag eines Komponisten, der auszog, die Ballettwelt zu erobern.
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Die „frohe Botschaft“, die nicht nur das tanzinteressierte Wien kurz nach Weihnachten erreichte, lautete: Renato Zanella, von 1995 bis 2005 Ballettdirektor an der Wiener Staatsoper, übernimmt – wirksam schon mit dem Beginn des Jahres 2026 – die Leitung des so traditionsreichen Ballettensembles des Teatro San Carlo in Neapel! Damit findet nicht nur der „Wiener“ Italiener einen neuen, ihm adäquaten Wirkungsbereich, damit wird auch die seit Jahrhunderten so erfolgreiche (Ballett-)Achse Wien–Neapel fortgeführt.
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Es sind nicht zuletzt die Tanzszenen, die in Strauss’ Operetten historische, national-regionale und soziale Konstellationen charakterisieren, die also der Couleur locale bzw. der Couleur du temps dienen und gesellschaftliche Konventionen reflektieren. Stände bzw. soziale Schichten werden über die von ihnen gepflegten Tanzformen gekennzeichnet, kulturelle Traditionen zumal volkstümlicher Ausprägung über Bezugnahmen auf tanzmusikalische Eigenheiten dieser oder jener Region aufgerufen.
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Im Rahmen des Festjahres anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss Sohn bot die seit 2004 bestehende Veranstaltungsreihe „Tanz-Signale“ des Wiener Instituts für Strauss-Forschung (WISF) 2025 ein wissenschaftlich und künstlerisch besonders breit gefächertes Programm unter dem Stichwort „Phänomen Strauss“. Marion Linhardt widmete sich den bisher in der Forschung kaum beachteten Tanzszenen in Strauss’ Operetten. In diesen Szenen zeigt sich eine stilistische Anbindung an ein ganzes Spektrum von Tanzpraktiken zwischen historischen Gesellschaftstänzen, dem Handlungsballett des 19. Jahrhunderts und der aufkommenden Varietéästhetik.
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In 2013 the BBC broadcast a programme in its popular TV series “Who Do You Think You Are?” In the series, celebrities are invited to delve into their family histories, guided by expert genealogists and subject specialists. The programme[1] featured the singer and actress Marianne Faithfull and threw a spotlight on Marianne’s late mother Eva, who had pursued a career as a dancer in Germany and Austria before the Second World War. Much new information came to light, thanks to the BBC’s researches, and more has emerged since.
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Am 29. November 2025 gelangt in der Volksoper Wien die Märchenoperette „Aschenbrödels Traum“ von Axel Ranisch (Libretto) und Martina Eisenreich (Komposition) zur Uraufführung. In dem auf mehreren Zeitebenen angesiedelten Werk wird eine fiktive Entstehungsgeschichte des unvollendet nachgelassenen Balletts „Aschenbrödel“ von Johann Strauss geschildert. Als „heimliche“ Verfasserin des Ballettlibrettos für Strauss wird in dieser Operette die in der Wiener Literaturszene um 1900 als Stenografin und „Typewriterin“ tätige Ida Grünwald gesehen.
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Zur Wiederkehr des 200. Geburtstags von Johann Strauss Sohn erscheint der Aufsatzband jener Ringvorlesung „Strauss-Topographien: Klang | Raum | Wien“, die aus Anlass des Jubiläums vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien im Sommersemester 2025 abgehaltenen wurde. Das von Isabella Sommer herausgegebene Buch vereint die dabei gehaltenen Vorträge. Unter dem Titel „In den so unterschiedlichen Tanzräumen von Johann Strauss: Vor allem körperliche Bewegung!“ versucht die Autorin des Nachstehenden das – unter anderem auch – bewegungsgestaltende Phänomen Johann Strauss zu ergründen.
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Seit Alessandra Ferris Amtsantritt als Direktorin des Wiener Staatsballetts am 1. September 2025 werden immer wieder Antworten auf die brennende Frage gegeben, die wievielte Frau in dieser Position sie denn sei. Schon im Vorfeld und kurz nach der ersten Vorstellung in ihrer Amtszeit konnte man wiederholt in Printmedien lesen, Alessandra Ferri sei nach Erika Hanka und Elena Tschernischova die dritte Frau in dieser Position. In einer Internet-Publikation wurde behauptet, sie habe drei Vorgängerinnen gehabt: Hanka, Tschernischova und Anne Woolliams. „tanznetz.“ aber nannte vor wenigen Tagen die Zahl Acht.