Dieses „Tanztheaterstück über das Aufwachsen zwischen den Welten“ beruht auf einem überraschenden Konzept. Auf einem, das ebenso ungewöhnlich wie letztlich naheliegend ist: Hanni Westphal, Schauspielerin und breit aufgestellte Kulturarbeiterin, geht in ihrer Regiearbeit vom bekannten Gedanken ‚Bewegung ist Leben‘ aus.
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"F* the EXIT" – konfrontiere dich mutig mit Gegebenen – so in etwa lautet die Affirmation der vier KünstlerInnen von flyingelephant an ihr Publikum. Und sie ergänzen es für sich mit der Intention, gängige Verhaltensweisen in ihrer Art zu präsentieren, neu aufzumischen und derart vielleicht zu verändern.
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Choreograf Jeroen Verbruggen nennt sein Stück „Amor & Psyche?“ – das Fragezeichen ist Programm. Denn auf der Bühne des Musiktheaters Linz entsteht kein eindeutiges Märchen, sondern ein rätselhaftes Labyrinth. Nicht die allegorische Erzählung aus Apuleius‘ „Der goldene Esel“ wird hier getanzt, sondern ihre Fragmente, ihre Zwischenstationen und seelischen Abgründe.
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Eindringlich und intensiv präsentierte die in Wien lebende israelische Tanz- und Performancekünstlerin Loulou Omer eine neue Soloarbeit. „HIStorieS – Angelus Novus“ nimmt Walter Benjamins ikonischen Text über Paul Klees berühmtes Engels-Bild zum Ausgangspunkt einer performativen Reflexion, verwoben mit biographischen Elementen und Werken aus der Familie.
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Maurice Béjart war einer der wichtigsten Theatermacher des Zwanzigsten Jahrhunderts. Die Bezeichnung Choreograph wäre fast zu wenig, denn sein kreativer Ansatz war eher, ein thematisch basiertes spectacle total mit den Mitteln des Tanzes zu schaffen. Das ist auch im ikonischen „Ballet for Life“ nachvollziehbar, das Béjart 1996 als Hommage an den Queen-Frontman Freddy Mercury sowie den Company-Tänzer und Lebenspartner Jorge Donn schuf, die beide knapp hintereinander an AIDS verstorben waren. Das formidable Béjart Ballet Lausanne gastierte damit in der Wiener Stadthalle und beschenkte das Publikum mit einer großartigen und berührenden Performance.
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2019 brachte Manuel Legris in seinem letzten Jahr als Chef der Wiener Staatsballetts Balanchines “Jewels” zur Premiere (tanz.at berichtete) und löste damit Begeisterungsstürme aus. Nun hat Alessandra Ferrari in ihrer ersten Spielzeit den Dreiteiler wieder aufgenommen. Die Aufführung wurde mit einem wohl anerkennenden, aber kurzen Applaus quittiert. Was führt wohl zu dieser bemerkenswerte Verschiebung im Ökosystem des Wiener Staatsballetts und seinem Publikum?
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Das klassische Ballett-Training scheint schon so manche Performerinnen traumatisiert zu haben. Nach Florentina Holzingers Abrechnung mit den bösen Barre-Exercises in großem Stil hat nun ein sogenanntes „brut-All Star“-Ensemble um Marta Navaridas den „Feuervogel“ von Michel Fokine/Igor Strawinsky zur schon inflationären Selbstermächtigung umgedeutet: „Once upon a Time in the Flames: Our Firebird Ballet“. 2024 beim Steirischen Herbst uraufgeführt, ist es nun im brut zu sehen.