zwischenstationPerformative Kunst für Kinder und Jugendliche hat in Österreich zumeist keinen allzu großen Stellenwert. Welch Vielfalt und hohe Qualität diese aber tatsächlich haben kann sowie in zahlreichen Ländern auch vorzuweisen hat, das zeigte einmal mehr das internationale Theaterfestival für junges Publikum, spleen* graz, das zum 9.Mal - erstmals im Sommer und erstmals neun Tage lang soeben stattfand. 

Unsichtbaren HP1 36Ein Ereignis! „Die Unsichtbaren“, eine Melange aus Schauspiel und Tanz, behandelt ein vernachlässigtes Kapitel unserer Tanzgeschichte. Es klagt dazu Mary Wigman an, eine für alle, die „dageblieben“ sind. War sie Opfer des Nationalsozialismus? Nutznießerin? Hat sie sich schuldig gemacht? Wenn Ja: wessen? Der politischen Naivität nur, oder auch anderer Dinge, gar an anderen? Was verbindet Wigmans mit den Lebensläufen derer, die durch Unterdrückung, Flucht, Ermordung zu „Unsichtbaren“ wurden? Und was geht das uns an?

Arias 041So schnell bringt eine Pandemie junge kreative Wilde nicht aus dem Gleichgewicht. Mitte April erst hatte Ballettchef Goyo Montero im großen Opernhaus den verschobenen Dreiteiler „Naharin/Clug/Montero“ nachgereicht und darin die chamäleonhafte Vielseitigkeit und stilistische Flexibilität seines Ensembles unter Beweis gestellt – in Stücken, die zuvor schon anderswo uraufgeführt worden waren. Jetzt – nur zwei Monate später – verpassen Bryan Arias und Joseph Hernandez in der dritten Ausgabe von „Made for us“ dem Staatstheater Nürnberg Ballett eine herrlich-chaotische Portion Skurrilität.

PB4 CookDas Bayerische Staatsballett legt noch einmal richtig los. Drei gelungene Uraufführungen von Özkan Ayik, Jonah Cook und Philippe Kratz umfasst der kompakte Premierenabend „Heute ist Morgen“ zum Auftakt der Münchner Opernfestspiele. Für sein choreografisches Erstlingswerk hat der Erste Solist Jonah Cook den Titel „Played“ gewählt. 

Balanchine1Zum Saisonabschluss feierte das Wiener Staatsballett und sein Publikum endlich wieder ein Fest der Freude. Es gab ein Wiedersehen mit den Stars des Ensembles. Roman Lazik, langjähriger Erster Solist (seit zwei Jahren „Senior Artist“), wurde mit lautstarken Akklamationen verabschiedet. Die Stimmung im Zuschauerraum war freudvoll, warmherzig, ja berauschend … und endete mit einem ernüchternden Post Scriptum.

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