Kein bisschen abgespielt tourt „Stomp“ seit 35 Jahren weltweit. Wer denkt, diese Stomper wären bloß Krawallmacher, irrt gewaltig. Niemand in „Stomp“ tritt bloß des Lärmmachens wegen auf. Jedes Mitglied ist Musiker, Tänzer, Komiker und als Darsteller ein Unikat – davon lebt das Aufführungskonzept. Und obwohl der mit Zugaben 110-minütige, rauschhafte, pausenlose Abend – durch und durch atmosphärisch – auf eine Story verzichtet, werden mit Räuspern und Blicken wunderbar nebenbei lauter kurze Geschichten erzählt, für die man dem Leben genau auf die Finger geschaut hat.
Artikel
Klangorgie „Stomp“
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spleen graz – so viel kann Theater sein
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Da bewegt sich etwas, da wird bewegt, da kommt etwas in Bewegung - da werden bewegende Erfahrungen gemacht: immer wieder dann, wenn seit 20 Jahren das internationale Theaterfestival für junges Publikum, spleen graz, die Jüngsten, die Jugend und auch Erwachsene in unterschiedlichste Theaterwelten lockt.
Christina Pluhar & L’Arpeggiata: „La Torre del Oro“
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Konzerte mit den großartigen Musiker*innen von L’Arpeggiata sind immer besonders. Sie verankern nämlich auf ihre spezielle Weise Alte Musik im Heute, wie aktuell im spanisch-südamerikanischen Programm. Und dann spielen sie bravourös mit festgefahrenen Erwartungshaltungen und Wahrnehmungsgewohnheiten des Publikums. Barockmusik und Gesangsstimmen müssen nämlich keineswegs immer nach Lehrbuch klingen. Im Gegenteil, Crossover und Groove bereichern das Erlebnis. Und wieso sollte Bossa Nova da nicht dazu passen?
Argh: die Wut sitzt in der Leber
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Die Wut sitzt in der Leber. Nicht in der Lunge, die hängt als leuchtende Tuba von der Decke. Die Leber als eingegrenztes aufgeklebtes Dreieck liegt auf dem Bühnenboden, und was es mit ihr auf sich hat, wird von zwei Wissenschafterinnen erklärt. Aber erst, nachdem sie ihre Mission darlegen: die wissenschaftliche Definition von „Prinzessin“.
DUAL – ich, ich oder wir?
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Ein undefinierbares Wesen betritt langsam die Bühne, versucht kurz die Welt rundum zu erkunden, um alsbald vordringlich sich selbst, dieses formlose Gebilde in Grau, zu bemerken und es Schritt um Schritt zu begreifen. Ein Wesen, das sich überraschend als Zweiheit entpuppt und sich als solche im Laufe des Plots in all seinen Gegensätzlichkeiten als ebenso bereichernde wie bedrohliche Buntheit entdeckt.
Hessisches Staatsballett im Festspielhaus St. Pölten
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Sein Österreich-Debüt gab das Hessische Staatsballett im Festspielhaus St. Pölten mit einem dreiteiligen Abend, der zwei in diesen Breiten nahezu unbekannte Choreografenduos vorstellte: David Raymond und Tiffany Tregarthen aus Kanada sowie Imre und Marne van Opstal aus den Niederlanden. Dazwischen stand ein Duo von Marco Goecke, das erneut die außergewöhnliche Einzigartigkeit dieses Choreografen ins Rampenlicht rückte.