23. April 2026: 136 Jahre nach dem ersten Besuch von Sergej Pawlowitsch Diaghilew (1872–1929) in Wien – der damals 18-jährige angehende Student hatte 1890 die Haupt- und Residenzstadt Österreichs zur ersten Station seiner ersten Auslandsreise auserkoren – gab sein Ururgroßneffe, der Bratschist Alexander Sergejewitsch Diaghilew, sein Wiener Solodebüt im Haus Hofmannsthal in der Reisnerstraße. Der Anlass: die szenische Lesung von „Gottes Narr. Nijinsky – Diaghilev – Romola“ von Alex Alexandrov.
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Diaghilew im Haus Hofmannsthal
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Augsburg: Wohl und Wehe menschlicher Gemeinschaft
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Zeitgenössische Sinnlichkeit für ikonische Schlüsselwerke der Tanzmoderne: Thematisch übergreifend verknüpft das Ballett Augsburg mit „Les Noces“ in der Choreografie von Didy Veldman und mit „Le Sacre du printemps“ in der choreografischen Version des Augsburger Ballettchefs Ricardo Fernando (bereits dessen sechste Auseinandersetzung mit der „Sacre“-Musik) zwei tanzhistorisch bedeutsame Ballette Igor Strawinskys miteinander. Beide Werke waren ursprünglich vor mehr als 100 Jahren für Sergej Diaghilews legendäre Ballets Russes entstanden.
Klangorgie „Stomp“
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Kein bisschen abgespielt tourt „Stomp“ seit 35 Jahren weltweit. Wer denkt, diese Stomper wären bloß Krawallmacher, irrt gewaltig. Niemand in „Stomp“ tritt bloß des Lärmmachens wegen auf. Jedes Mitglied ist Musiker, Tänzer, Komiker und als Darsteller ein Unikat – davon lebt das Aufführungskonzept. Und obwohl der mit Zugaben 110-minütige, rauschhafte, pausenlose Abend – durch und durch atmosphärisch – auf eine Story verzichtet, werden mit Räuspern und Blicken wunderbar nebenbei lauter kurze Geschichten erzählt, für die man dem Leben genau auf die Finger geschaut hat.
spleen graz – so viel kann Theater sein
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Da bewegt sich etwas, da wird bewegt, da kommt etwas in Bewegung - da werden bewegende Erfahrungen gemacht: immer wieder dann, wenn seit 20 Jahren das internationale Theaterfestival für junges Publikum, spleen graz, die Jüngsten, die Jugend und auch Erwachsene in unterschiedlichste Theaterwelten lockt.
Christina Pluhar & L’Arpeggiata: „La Torre del Oro“
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Konzerte mit den großartigen Musiker*innen von L’Arpeggiata sind immer besonders. Sie verankern nämlich auf ihre spezielle Weise Alte Musik im Heute, wie aktuell im spanisch-südamerikanischen Programm. Und dann spielen sie bravourös mit festgefahrenen Erwartungshaltungen und Wahrnehmungsgewohnheiten des Publikums. Barockmusik und Gesangsstimmen müssen nämlich keineswegs immer nach Lehrbuch klingen. Im Gegenteil, Crossover und Groove bereichern das Erlebnis. Und wieso sollte Bossa Nova da nicht dazu passen?
Argh: die Wut sitzt in der Leber
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Die Wut sitzt in der Leber. Nicht in der Lunge, die hängt als leuchtende Tuba von der Decke. Die Leber als eingegrenztes aufgeklebtes Dreieck liegt auf dem Bühnenboden, und was es mit ihr auf sich hat, wird von zwei Wissenschafterinnen erklärt. Aber erst, nachdem sie ihre Mission darlegen: die wissenschaftliche Definition von „Prinzessin“.