Ein leerer, hoher Bühnenraum, ein schwarz ausgelegter Boden: Tanz-Solos sollen ihn füllen, beleben. Und sie tun es. Sie erfüllen diesen außergewöhnlichen Aufführungsort im denkmalgeschützten Theaterhaus mit wesentlichen Merkmalen und Erfahrungen ihres Lebens. Krankheitshalber können nur zwei der geplanten drei Programmpunkte gezeigt werden; aber auch diese beiden allein bieten knapp 60 Minuten tänzerischer Dichte, weitgehend Gegensätzliches.
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Als unvollendetes Werk bietet diese Oper eigentlich viel inszenatorische Freiheit. Bekanntlich existiert sie in verschiedenen Versionen aufgrund einer verschlungenen Entstehungsgeschichte. Lotte de Beer entschied sich in ihrer Fassung für einen feministisch- psychoanalytischen Dialog zwischen Hoffmann und seiner Muse. Das kann man zwar so interpretieren, aber es nimmt auch viel vom spielerischen Charme.
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Wie
der eine Uraufführung von Martin Gruber und seinem aktionstheater ensemble, das nun seit über 35 Jahren mit ihren Produktionen Furore macht. Wieder Brachialkomik, Ironie, brutal gebrochen. Wieder eine Paternosterfahrt durch Menschliches. In den ersten Minuten wähnte sich der Kritiker fast eins zu eins bei den Foyergesprächen des Premierenpublikums: komisch, ironisch, pseudo-achtsam. So wird mit der schwangeren Isabella, so aber auch mit den anderen Handelnden, umgegangen.
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Als Alessandra Ferri ihr Amt als Ballettchefin in Wien antrat, holte sie mit Patrick Armand einen erfahrenen Schuldirektor an die Akademie der Wiener Staatsoper. Der Qualitätssprung, den diese Neubesetzung mit sich gebracht hat, ist beachtlich – und zeigt sich in der Matinee nicht nur in der Eleganz der gezigten Choreografien und ihrer tänzerischen Ausführung. Die Ausbildung wird hier weiter gedacht und reicht deutlich über konventionelle Pädagogik hinaus.
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Das Programm musste kurzfristig geändert werden: Statt „Atlas Song" mit Anna von Hauswolff kam die GöteborgsOperans Danskompani mit eigens für sie kreierten Stücken von Marcos Morau und Hofesh Shechter ins Festspielhaus St. Pölten – und überwältigte mit Theater- und Tanzmagie. Eine Alternative, mit der die schwedische Compagnie ihren Ruf als eines der führenden zeitgenössischen Tanzensembles erneut bestätigte. Was als Notlösung angekündigt war, entpuppte sich als künstlerischer Glücksfall: ein Abend, der zwei der spannendsten choreografischen Handschriften der Gegenwart in direkten Dialog setzte und das Publikum mit der Wucht und Vielschichtigkeit zeitgenössischen Tanzes konfrontierte.- Hauptkategorie: Kritiken
In Reaktion auf das filmische Meisterwerk Charlie Chaplins geben drei, am Beginn einer Choreographen-Karriere stehende KünstlerInnen seinen zentralen thematischen Input weiter: An die TänzerInnen des Ballett Graz, um mit diesen gemeinsam ein differenziertes Mosaik des Pulsschlags unserer Zeit zu kreieren. Zu erleben sind drei hoch individuelle Perspektiven: Die von Katarzyna Kozielska, Anne Jung und Giovanni Insaudo. Tänzerisch umgesetzt in Bewegungsbildern von mitreißender Überzeugungskraft und von einer Compagnie, deren Qualität stetig im Steigen ist.
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Tradition ist keine Einbahnstraße. Stets nur in eine Richtung weitergedacht, wird sie irgendwann zur Sackgasse. Doch zum Glück gibt es Tanzschaffende, die einen guten Riecher für neue Impulse haben. Wie Peter Chu, der beim Ballett des Augsburger Staatstheaters das „Mozart-Requiem“ als spartenübergreifende Großproduktion choreografisch durchinszenierte. In dieser Saison steht es noch auf dem Augsburger Spielplan.