Neu war jedenfalls das, was mit der Saison 2023/2024 begann: Dirk Elwert übernahm die Leitung von Ballett Graz. Und damit war viel neu, bereichernd neu; sowohl für das Publikum wie auch für die Tänzerinnen und Tänzer. Dass nun von keinem ‚neuen‘ Ballettdirektor berichtet werden kann, vielmehr von der Vertragsverlängerung Dirk Elwerts bis 2028, das ist im Namen vieler jedoch mit Freude zu berichten.
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Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ist selten um originelle Worttreffer verlegen. So auch im Fall des neu bestellten künstlerischen Geschäftsführers des Koproduktionshauses brut, Tomasz Kireńczuk. Der Gang an die Öffentlichkeit fand am 2. Juni 2025 statt, Kireńczuk tritt offiziell am 1. Juli die Nachfolge der scheidenden brut-Leiterin Kira Kirsch an.
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Ein der Statur nach feingliedrig und eher klein wirkender Mann, überkorrekt mit kariertem Schal und bis zum letzten Knopf darüber streng hochgeknüpftem grauem Mantel bekleidet und solchermaßen gelassen, doch mit festem Rücken in einem Sessel hinter Bergen von Kostümen ruhend einen starken Kontrast zur charmefreien Umgebung einer Sologarderobe der Halle E im Wiener Museumsquartier bildend, der uns beim Verlassen des Raumes lächelnd zunickte und die Hand zum Gruß hob – so blieb mir meine letzte persönliche Begegnung mit Juri Grigorowitsch (2. Jänner 1927 – 19. Mai 2025) in Erinnerung.
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Im Grunde ist es für heutige hypervisualisierte Augen eine Nulldiät, wenn nicht gar eine „Zumutung“: Weiß gewandet vor einem grau-weißen Hintergrund oft nur schemenhaft erkennbar und durch alterungsbedingten Medienverschleiss zudem in der Bildqualität stark verrauscht, vollzieht ein disziplinierter Körper ein Ritual der Ästhetik – und nimmt sich in heute im Bühnenbetrieb nicht mehr vorstellbarer Weise Zeit dafür, wobei aus eben dieser Beherrschung der musikalischen Zeit im tänzerischen Feld die überragende Wirkung entsteht.
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Am 2. Februar 2025 ist Prof. Carlos Gacio, ehemaliger Ballettmeister des Wiener Staatsopernballetts, im 88. Lebensjahr in Wien gestorben. Fast dreißig Jahre, davon fünfundzwanzig im Haus am Ring, war der in Havanna Geborene in führenden Positionen eine respektgebietende Persönlichkeit des Wiener Balletts. 1978 von Ballettdirektor Gerhard Brunner als Trainings- und Probenleiter vom Theater an der Wien, wo er zwei Jahre das Ballett geleitet hatte, an die Wiener Staatsoper engagiert, avancierte er 1995 unter Renato Zanella zum Ballettmeister. Dies ist ein Titel, der traditionsgemäß im Wiener Staatsopernballett jeweils nur an eine einzige Person verliehen wurde.