HilaireEigentlich sollte die nationale Herkunft eines Künstlers kein Thema sein – insbesondere was die in Ihrer „Buntheit“ (auch im Hinblick auf eine zukünftige Weltgemeinschaft!) geradezu vorbildlichen Ballettensembles hierzulande betrifft. Im Fall des unlängst aus dem Amt des Direktors des Bayerischen Staatsballetts geschiedenen Russen Igor Zelensky – vorgeblich aus „familiären Gründen“ – wurde die nationale Herkunft letztlich doch zum Thema, Zum Hauptthema sogar wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine und mutmaßlicher Verstrickungen Zelenskys ins „System Putin“. Sein nun äußerst rasch vom – gleichfalls noch neuen – bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume präsentierter Nachfolger Laurent Hilaire ist Franzose. Ein per se interessantes Novum in der langen Geschichte des Balletts in München.

GerhardCrepazGerhard Crepaz war einer der Pioniere, die nach dem einschneidenden kulturellen Kahlschlag, den das Nazi-Regime und der Krieg angerichtet haben, die österreichische Gegenwartskultur nachhaltig mitgeprägt hat. Gemeinsam mit seiner Frau Maria etablierte er in Tirol beispielgebende Kulturinitiativen und führte sie zu internationalem Ansehen, zum Beispiel als künstlerischer Leiter der Galerie St. Barbara in Hall in Tirol und des Osterfestival Tirol, das seit einigen Jahren von seiner Tochter Hanna geleitet wird.

Panel webDas war wohl einer der gemeinsamen Nenner, auf die sich die Diskutanten bei der Veranstaltung anlässlich des 20jährigen Bestehens des Tanzquartier Wien (TQW) einigen konnten. Die eingangs gestellten Fragen „Wohin entwickeln sich zeitgenössischer Tanz und Performance? Wie wird der Tanz der Zukunft aussehen? Welchen Tanz wünschen wir uns, welchen brauchen wir?“ fanden erwartungsgemäß keine zusammenlaufenden Antworten. Christoph Mandl fragte anschließend auch bei Anna Leon, der neuen Kuratorin für Tanztheorie am TQW nach.

Mitterhuber 2iconEs ist nun schon einige Jahrzehnte her, seit es in Wien nicht nur eine, sondern gleich drei klassisch ausgerichtete Ballettkompanien gegeben hat: Neben dem dominierenden Staatsopernballett waren dies die jeweils eine individuell akzentuierte Note pflegenden Ballette der Volksoper und des Theaters an der Wien, das 1967 gegründet wurde. Alois Mitterhuber, ehemaliger Ballettchef des Hauses an der Wienzeile, ist am 17. November 2021 im 90. Lebensjahr in seinem Domizil Neusiedl am See gestorben.

BriefmarkeMax Pollak ist ein echter Kosmopolit. Seine ursprünglichen Wurzeln liegen in Österreich, doch heute ist er ebenso in New York und Kuba zuhause. In den USA ist der sympathische Ausnahme-Stepptänzer ein Star in seinem Genre und sein Konterfei ziert mittlerweile auch eine Briefmarke, die von der Post der Vereinigten Staaten, aufgelegt wurde, um „den einzigartigen, amerikanischen Beitrag zum Welttanz zu feiern“. 

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