Zwei der angesagtesten Choreografen unserer Tage waren beim Gastspiel des Nederlands Dans Theater – NDT 2 – im Festspielhaus St. Pölten zu sehen. Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer choreografischen Handschrift und Aussage haben die Marco Goecke und Marcos Morau doch etwas gemeinsam: Ihre Arbeiten erfordern eine außergewöhnliche Präzision in der Ausführung, um ihre Wirkung entfalten zu können.Artikel
NDT 2, Marco Goecke und Marcos Morau
- Hauptkategorie: Kritiken
Zwei der angesagtesten Choreografen unserer Tage waren beim Gastspiel des Nederlands Dans Theater – NDT 2 – im Festspielhaus St. Pölten zu sehen. Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer choreografischen Handschrift und Aussage haben die Marco Goecke und Marcos Morau doch etwas gemeinsam: Ihre Arbeiten erfordern eine außergewöhnliche Präzision in der Ausführung, um ihre Wirkung entfalten zu können.„Interplay“: Re-Education 1953?
- Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
Der neue Abend „American Signatures“ des Wiener Staatsballetts in der Volksoper Wien (Premiere: 9. Mai 2026) wird mit Jerome Robbins’ „Interplay“ (Musik: Morton Gould) eröffnet. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass dieses 1945 ursprünglich für eine Broadway-Revue entstandene Werk – nach „Fancy Free“ war es erst das zweite Ballett des später weltweit bekannten amerikanischen Choreografen – eine Wiener „Vergangenheit“ hat! Am 15. Juni 1953 nämlich war „Interplay“ Teil des Repertoires, mit dem das damals so genannte American National Ballet Theatre (ABT) in der Volksoper gastierte.
VRUM-Festival im Dschungel Wien
- Hauptkategorie: Kritiken
Zehn Jahre VRUM: im Zentrum der Körper, der Dialog, die Begegnung. Tanz, Musik, Theater, Bildende Kunst und neue Medien verarbeitet das VRUM Performing Arts Collective zu Performances, Konzerten, Theateraufführungen, Work- und Playshops und Installationen, meist für junges Publikum. Es sucht nach neuen Perspektiven und lädt zur Neubetrachtung der Welt.
Diaghilew im Haus Hofmannsthal
- Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
23. April 2026: 136 Jahre nach dem ersten Besuch von Sergej Pawlowitsch Diaghilew (1872–1929) in Wien – der damals 18-jährige angehende Student hatte 1890 die Haupt- und Residenzstadt Österreichs zur ersten Station seiner ersten Auslandsreise auserkoren – gab sein Ururgroßneffe, der Bratschist Alexander Sergejewitsch Diaghilew, sein Wiener Solodebüt im Haus Hofmannsthal in der Reisnerstraße. Der Anlass: die szenische Lesung von „Gottes Narr. Nijinsky – Diaghilev – Romola“ von Alex Alexandrov.
Augsburg: Wohl und Wehe menschlicher Gemeinschaft
- Hauptkategorie: Kritiken
Zeitgenössische Sinnlichkeit für ikonische Schlüsselwerke der Tanzmoderne: Thematisch übergreifend verknüpft das Ballett Augsburg mit „Les Noces“ in der Choreografie von Didy Veldman und mit „Le Sacre du printemps“ in der choreografischen Version des Augsburger Ballettchefs Ricardo Fernando (bereits dessen sechste Auseinandersetzung mit der „Sacre“-Musik) zwei tanzhistorisch bedeutsame Ballette Igor Strawinskys miteinander. Beide Werke waren ursprünglich vor mehr als 100 Jahren für Sergej Diaghilews legendäre Ballets Russes entstanden.
Klangorgie „Stomp“
- Hauptkategorie: Kritiken
Kein bisschen abgespielt tourt „Stomp“ seit 35 Jahren weltweit. Wer denkt, diese Stomper wären bloß Krawallmacher, irrt gewaltig. Niemand in „Stomp“ tritt bloß des Lärmmachens wegen auf. Jedes Mitglied ist Musiker, Tänzer, Komiker und als Darsteller ein Unikat – davon lebt das Aufführungskonzept. Und obwohl der mit Zugaben 110-minütige, rauschhafte, pausenlose Abend – durch und durch atmosphärisch – auf eine Story verzichtet, werden mit Räuspern und Blicken wunderbar nebenbei lauter kurze Geschichten erzählt, für die man dem Leben genau auf die Finger geschaut hat.